Die Klasse 5g der Friedrich-Wilhelm-Herschel-Hauptschule
erkundet die Berufswelt

gefördert durch die



Einmal in der Woche ist „Projektzeit“ angesagt. Wir informieren uns über Berufe, z. B. im Internet über www.berufenet.arbeitsagentur.de. Dann überlegen wir uns Fragen und schreiben sie auf. Anschließend besuchen wir einen Betrieb und stellen unsere Fragen. In der Schule schreiben wir dann Berichte, die wir auch in den Computer tippen.
Wir gestalten Plakate und möchten auch auf unserer Homepage andere über das Projekt informieren. Manchmal steht über unsere Betriebserkundungen auch etwas in der Zeitung.


1. Groß- und Außenhandel Krug


Am 1. Dezember 2009 besuchten wir die Firma Krug. Um dorthin zu kommen, sind wir an der Haltestelle Brehmstraße in die Straßenbahnlinie 4 gestiegen und bis zum Dianaplatz gefahren. Dort sind wir in den 65er Bus umgestiegen und bis zur Industriestraße gefahren. Den Rest sind wir dann gelaufen.
Die Firma Krug ist in der Ernst-Sachs-Straße 22 in Nürnberg. Der Ururgroßvater der heutigen Chefin, Frau Dingeldey, hat angefangen Kleinigkeiten aus seinem Garten zu verkaufen, z. B. Eier, Obst und Gemüse. Er hat auch Gekochtes angeboten, weil um ihn herum Leute waren, die Hunger hatten. Dann hat er ein kleines Geschäft eröffnet. Daraus entstand die Firma Krug. Weil der Sohn von Frau Dingeldey jetzt auch im Betrieb arbeitet, ist die Firma schon sechs Generationen alt.


Frau Dingeldey hat die Bismarckschule besucht und eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau gemacht. Ihre Schwester hat Bürokauffrau gelernt und leitet das Büro.


Zunächst haben wir Frau Dingeldey begrüßt und dann unsere Fragen gestellt. Frau Dingeldey hat uns erzählt, dass die Firma Obst und Gemüse kauft, es verarbeitet und wieder weiterverkauft. Sie liefert geschnittenes Obst und Gemüse z. B. an Kantinen (Flughafen, Krankenhäuser, Siemens) . Es werden auch Säfte und Kloßteig produziert. Abfälle, die dabei entstehen, werden an Schweine verfüttert oder kompostiert.
Wenn die Ware zu spät oder zu früh kommt oder angefault ist, gibt es Probleme.
In der Firma arbeiten auch Produktionshelfer, das sind Mitarbeiter, die keine Ausbildung haben.
Wenn man eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann macht, muss man, wenn man volljährig ist, um 4.00 Uhr mit der Arbeit beginnen. Dafür hat man dann aber auch früher Feierabend.


Wir mussten Schutzanzüge anziehen, damit wir keine Bakterien an die Früchte weitergeben.


Wir wurden durch die verschiedenen Räume geführt. Dort gab es viele Maschinen, die z. B. Krautsalat geschnitten oder Salat gewaschen haben. Im Kühlraum hat es nur 7 Grad, damit alles frisch bleibt.


Text und Bilder: Feigl/Krötzsch

Wir durften Obstspieße selbst herstellen und haben am Schluss auch noch Obst geschenkt bekommen.

Unser Kommentar: 



Gestaltung: Malath Nagi

2. Bäckerei Düll

Am 26. Januar 2010 haben wir die Bäckerei Düll in der Mathildenstraße 28 besucht.
Auf diesen Besuch haben wir uns lange vorbereitet. In der Schule haben wir mit unseren Lehrern Waffeln, Brezen und Brot gebacken. So wussten wir schon einiges über die verschiedenen Teigsorten (Rührteig, Hefeteig, Sauerteig).




Zuerst sind wir mit der Straßenbahn zum Plärrer und dann weiter mit der U-Bahn bis Schoppershof gefahren, dort befindet sich die Hauptgeschäftsstelle der Bäckerei Düll. Es gibt nämlich in Nürnberg noch drei weitere Bäckereien mit dem Namen „Düll“. Der Betrieb wurde vor 75 Jahren gegründet und hat heute dreißig Mitarbeiter.

Die Verkäuferinnen beginnen um 6.30 Uhr mit der Arbeit. Sie können erst Pause ma-chen, wenn kein Kunde mehr im Laden ist. Durchschnittlich ist der Stundenlohn in der Bäckerei 10 bis 12 Euro. Wer sich im Praktikum Mühe gibt, kann auch ohne Haupt-schulabschluss eine Ausbildung machen. Frau Düll lernt mit den Azubis, vor allem übt sie mit ihnen Kopfrechnen. Das ist an der Kasse und beim Berechnen der Teigzutaten sehr wichtig.

In der Backstube wird um 2 Uhr angefangen. Wir haben eine Wickelmaschine gesehen, die den Teig in Hörnchen rollt.

Der Meister hat auch Brezen gebacken, aber er hat den Teig einfach nur hochgeworfen und dann war er in Brezenform. Die Breze muss wegen der Farbe erst in die Lauge und danach in den Backofen. Wir haben auch eine Kaiser-Brötchen-Maschine gesehen. Dort wird Teig in Brötchenform gepresst.

Wir durften auch an einem großen Fass mit Sauerteig riechen. Den Sauerteig braucht man für Roggenbrot.


In der Konditorei werden die süßen Sachen hergestellt, dort waren wir auch.


Konditormeister Klaus Ohr verwendet keinen Fertigmix, sondern nur frische Produkte. Er fertigt alles in Handarbeit und hat uns gezeigt, wie man eine Schokosahnetorte mit Schokoraspeln, Kuvertüre und Krokant verziert.

Herr Ohr war sehr nett. Er hat uns viel von der Konditorei und seiner Ausbildung erzählt. Eine Mitschülerin durfte auch eine Belegkirsche probieren. Zum Schluss haben wir auch ganz kleine Krapfen gesehen.
Bei dieser Betriebserkundung wurden wir von Reportern begleitet. Wir waren sogar im Frankenfernsehen! Aber nur ganz kurz. In den Nürnberger Nachrichten , Prima Sonntag und in der Nürnberger Zeitung konnten alle Nürnberger etwas über unsere Erkundung lesen.


Text und Bilder: Feigl/KrötzschArtikel: Prima Sonntag

3. Metzgerei Meyer



Am 26. Februar 2010 erkundete die Klasse 5g die „5-Sterne-Metzgerei“ Meyer am Kirchenweg 39.
Wir fuhren mit der Straßenbahn Linie 4 von der Haltestelle Brehmstraße bis zum Friedrich-Ebert-Platz.
Weiter ging es zu Fuß.
In der Metzgerei angekommen, wurden wir zuerst von der Familie Meyer und den Angestellten begrüßt. Dann gingen wir in einen Aufenthaltsraum. Dort erhielten wir Schutzanzüge, Überziehschuhe und Hauben wegen der Hygiene.

Anschließend durften wir uns den Verkaufsraum ansehen (Katharina hat sich zwei Scheiben Gelbwurst erbettelt, was Frau Feigl nicht so gut gefiel.) Herr Meyer führte uns durch die verschiedenen Produktionsräume.

Wir waren auch im Zerlegeraum, in dem das Fleisch zerteilt wird. Dort darf es höchstens 14 Grad haben, damit das Fleisch nicht schlecht wird. Der Kühlraum (= begehbarer Kühl-schrank) zum Lagern des Fleisches hat nur 2 Grad.

Die Mitarbeiter tragen wegen der hohen Verletzungsgefahr Schürzen und Handschuhe aus Metall.

In der Metzgerei gibt es viele, manchmal auch sehr teure Maschinen, eine hat 65 000 € gekostet. Herr Meyer hat uns eine große Trommel gezeigt. Hinten in der Trommel waren vier kleine Messer, die sich im sechsten Gang 5000mal drehen. Wir durften auch an den vielen verschiedenen Gewürzen riechen.

Das Fleisch wird zu Wurst, Schinken, Braten usw. verarbeitet. Der gekochte Schinken wird in einer großen „Badewanne“ in 80 Grad heißer Brühe zubereitet. In dieser Metzgerei kann man auch fertige Mahlzeiten, die daheim nur noch aufgewärmt werden müssen, kaufen.
Anschließend durften wir „Würstchen im Teigmantel“ zubereiten. Man nimmt dazu ein gebratenes Würstchen und hüllt es mit Blätterteig ein. 15 Minuten muss das Blätterteigwürstchen bei 200 Grad in den Ofen. Nach dem Abkühlen haben wir uns die Würstchen schmecken lassen.

Dann sollte schnell ein Partyservice gemacht werden: Frau Meyer hat also live vor unseren Augen eine Käseplatte zubereitet. Sie ist übrigens auf die Herschelschule gegangen. Ihre Eltern führten die Metzgerei Fruth in der Leibnizstraße.
Herr Meyer hat uns auch einiges über die Geschichte des Betriebs erzählt: Sein Vater hat die Metzgerei erst gepachtet (= gemietet) und später gekauft und erweitert. Er selbst hat die Meisterprüfung abgelegt. Nur wenn man Meister ist, darf man einen Betrieb führen, weil man auch kaufmännische Kenntnisse haben muss (=Abrechnungen schreiben, bestellen, Steuererklärungen verfassen, ...).
An diesem Tag hat die Klasse 5g viel dazugelernt.
Text und Bilder: Feigl/Krötzsch


Aus "Der Metzgermeister"




4. Autohaus Fröhlich

Am 16. März haben wir das Autohaus Fröhlich in der Gustav-Adolf-Straße 135 besucht. Dort werden Peugeots verkauft. Herr Fröhlich hat uns sehr freundlich begrüßt. Er hat uns viel von der Firma und seinem Lebenslauf erzählt. Er hat den Betrieb von seinen Eltern übernommen und ist heute Chef des Autohauses.

Insgesamt hat die Familie Fröhlich drei Autohäuser aufgebaut, nächstes Jahr ist 50-jähriges Firmenjubiläum. Herr Fröhlich hat schon mit zehn Jahren angefangen, im Autohaus ein bisschen mitzuarbeiten.

Die Firma hat heute 55 Mitarbeiter, zehn davon sind Auszubildende.

Wenn man gerne Kunden beim Kauf eines Autos beraten möchte, dann lernt man am besten „Fachverkäufer für Kraftfahrzeuge“. Man arbeitet viel am PC und sollte gut in Mathe und Deutsch sein.

Das billigste Auto von Peugeot kostet ca. 10.000 €, das teuerste ca. 45.000 €.

Im Verkaufsraum befinden sich immer acht bis zehn Peugeotmodelle. Insgesamt gibt es ungefähr 15 Modelle. Die Kundendatei hat zwischen 8.000 und 9.000 Adressen. Wenn man will, kann man hier auch einen Gebrauchtwagen kaufen.

Die „Peugeot-Maus“ kann man leider nicht kaufen. Dabei ist die sooo süß!

Es gibt auch eine Lounge, wo die kleinen Kinder spielen können, wenn sich die Eltern ein Auto kaufen wollen. Dort kann man auch etwas trinken.

Die Firma hat ein Reifenhotel. Dort werden im Sommer die Winterreifen und im Winter die Sommerreifen gelagert.

In der Werkstatt gibt es verschiedene Hebebühnen für PKW und LKW. Hier arbeiten die Kraftfahrzeug- mechatroniker. Wer diesen Beruf erlernen möchte, sollte sich für Technik interessieren und kein Problem damit haben, auch einmal schmutzig zu werden.

Gerade die „Über-Kopf-Arbeit“, wenn ein Auto auf der Hebebühne steht, ist sehr anstrengend. Da braucht man Muskeln!

Wenn ein Auto auf der Hebebühne steht, darf man nicht darin sitzen, das ist gefährlich.

Lackarbeiten werden in dieser Werkstatt nicht gemacht.

Im Lager sind die wichtigsten Ersatzteile sortiert in den Regalen. Wenn doch einmal etwas fehlt, muss es beim Peugeot-Werk bestellt werden. Das wird natürlich mit dem Computer gemacht.

Am Schluss haben wir uns bedankt und Fabio, ein Auszubildender, hat uns noch viel über seine Arbeit erzählt. Und dann hat er der ganzen Klasse Frisbees geschenkt.

Fotos und Text: Klasse 5g/Feigl/Krötzsch

5. Bei der Deutschen Bahn

Am 27. April 2010 haben wir den Hauptbahnhof erkundet und am 4. Mai 2010 die Ausbildungswerkstatt der Deutschen Bahn.

Diesen Bericht haben Loredana und Tanja für euch verfasst.


Zunächst zum Hauptbahnhof: Von Herrn Ferstl, dem Chef des Hauptbahnhofs und Herrn Ortner, der die Auszubildenden betreut, erfuhren wir eine Menge über die Deutsche Bahn.

In ganz Bayern gibt es ungefähr 1000 Bahnhöfe. Am Nürnberger Hauptbahnhof arbeiten 130 Bahnbedienstete (Die vielen Verkäufer in den Geschäften zählen nicht dazu.). Dieses Jahr ist ein ganz besonderes: Vor 175 Jahren (am 7. Dezember 1835) fuhr in Deutschland die erste Eisenbahn, und zwar von Nürnberg nach Fürth.

Seit 1985 gibt es den Intercityexpress (ICE) und seit 1995 die Regionalbahn (RE). Pro Tag kommen etwa 150 000 Menschen zum Hauptbahnhof. Sonntags kommen auch noch einige Nürnberger zum Shoppen, denn die Geschäfte am Bahnhof haben auch sonntags geöffnet!

Man findet hier ungefähr 30 verschiedene Ausbildungsberufe, besonders häufig ist der „Kaufmann für Verkehrsservice“. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für diesen Beruf ist es sehr wichtig, dass man gerne mit Menschen zu tun hat und höflich ist.

Der Service Point ist jeden Tag von 6.00 bis 0.00 Uhr besetzt. Die meisten Leute
brauchen Auskünfte zu den Abfahrtszeiten oder Umsteigemöglichkeiten, doch sehr
oft wird auch nach der nächsten Toilette gefragt. Es gibt auch riesige Anzeigetafeln, auf denen die Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie die Gleise der abfahrenden und eintreffenden Züge zu sehen sind.

In der „Drei-S-Zentrale“ (= Sicherheit, Service, Sauberkeit) wird der Bahnhof rund um die Uhr überwacht: Sie ist 24 Stunden am Tag besetzt. Hier sprechen entweder ein Mann oder eine Frau die Ansagen, die auf den Bahnsteigen zu hören sind, z. B.: „Achtung auf Gleis 3! Der Zug aus Erlangen fährt ein!“

Im Bahnhofsgebäude und auch auf den Bahnsteigen gibt es Überwachungskameras. Die Aufnahmen werden in der Drei-S-Zentrale auf vielen Monitoren gezeigt. Das ist hauptsächlich wegen der Sicherheit. Darum gibt es an den Bahnsteigen auch Rillen im Boden. Sie warnen Sehbehinderte vor der Bahnsteigkante.

Im Fundbüro werden die Sachen abgegeben, die jemand am Bahnhof oder im Zug vergessen hat.

Weil bei der Bahn auch viele Handwerker gebraucht werden, gibt es in Nürnberg in der Conradtystraße 13 eine eigene Ausbildungswerkstatt der Deutschen Bahn. Herr Eigl der Chefausbilder, hat uns freundlich begrüßt und überall herumgeführt.

Hier erlernen die Gleisbauer, Mechatroniker sowie die Fertigungs- und Industriemechaniker ihre Berufe. Eine Ausbildung dauert meist 3,5 Jahre. Für einen Ausbildungsplatz muss man sich schon im September ein Jahr früher bewerben. In allen Bereichen sind Mathematik, Physik und Teamarbeit sehr wichtig. Insgesamt werden 270 Jugendliche ausgebildet, aber es sind nie alle gleichzeitig da, weil immer ein Teil im Betrieb arbeitet.

Es entscheiden sich bis jetzt nur wenige Mädchen für diese Berufe, pro Jahr ungefähr eines. Viele Azubis kommen nicht aus Nürnberg. Sie müssen jeden Tag sehr weit fahren oder hierher ziehen.

Uns allen hat es bei der Deutschen Bahn sehr gut gefallen. Wir hätten gar nicht gedacht, dass es dort so viele verschiedene Berufe gibt.
Wer wissen will, was die Presse dazu meint, kann den Artikel in den Nürnberger Nachrichten oder in den in der Mitgliederzeitung WIM der Industrie- und Handelskammer (= IHK) lesen.
Aufgepasst: Uns kann man jetzt auch hören!!! – Nämlich bei Radio Charivari.

PDF Schüler schauen Schaffner über die Schulter (NN 28.04.10)

PDF IHK- Artikel
Bericht Radio Charivari 98,6


 6. LIDL – Einzelhandel

Am 29. Juni 2010 hatten wir unsere letzte Betriebserkundung in diesem Schuljahr bei der Firma Lidl in der Allersberger Straße 130. Wir wurden sogar mit dem Bus abgeholt. Frau Kalbitz, die Chefin der Azubis, begrüßte uns zusammen mit zehn Auszubildenden. Wir mussten blind Bonbons aus einer Tüte holen und wurden dann nach den Früchten auf den Bonbons in vier Gruppen aufgeteilt.

Wir haben den Verkaufsraum und auch noch das Lager, das Büro und den Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter gesehen.

Im Verkaufsraum sind viele Waren aufgestapelt. Beim Einräumen gibt es genaue Regeln: Bei den Kühlwaren ist ein roter Strich im Regal angezeichnet, der ist die „Stapelhöchstgrenze“.

 

Darüber darf nichts mehr kommen, sonst sind die Lebensmittel nicht kalt genug und werden schlecht. Die kühle Luft von den Kühlregalen hält nebenbei auch noch das Obst und Gemüse frisch, denn es wird gleich daneben gelagert.

 

Manche Waren werden sogar in großen Kühlschränken geliefert.

 

Wenn Obst schlecht wird, nimmt es ein Bauer und verfüttert es an seine Tiere. Denen schmeckt es dann noch recht gut.

Diese Lidl-Filiale (= Zweigstelle) wird jeden Tag von großen LKW beliefert (Der Filialleiter bestellt täglich nach.). Die  Lebensmittel werden vom Laster über die Rampe mit dem Hubwagen direkt in das Lager oder den Verkaufsraum transportiert.

 

Der Verpackungsmüll wird gründlich sortiert. Damit die leeren Pappkartons nicht so viel Platz wegnehmen, werden sie in der „Schnecke“ zusammengedrückt.

 

Die Mitarbeiter der ersten Schicht beginnen schon um 6.00 Uhr damit, die Waren aus dem LKW in die Regale zu räumen. Dabei müssen sie die neuesten Lebensmittel ganz hinten verstauen, damit erst noch die letzte Lieferung verkauft wird. Man nennt das „umschichten“. Wenn in den Verkaufsregalen leere Kartons gegen volle ausgetauscht werden, heißt das „abschachteln“.

Was nicht sofort gebraucht wird, bleibt erst einmal im Lager. Dort gibt es auch noch einen kleinen Kühlraum für leicht verderbliche Waren.

 

Weil das Geschäft auch am Samstag geöffnet hat, muss man auch an diesem Tag öfter arbeiten, aber man bekommt dann einen anderen frei. Dazu gibt es genaue Dienstpläne, die im Aufenthaltsraum hängen.

 

Wenn das Geschäft um 20.00 Uhr schließt, muss noch geputzt werden. Dafür benutzen die Mitarbeiter eine große Putzmaschine.

 

Die Azubis hier lernen entweder Verkäufer/Verkäuferin oder Einzelhandelskauffrau/-mann. Die erste Ausbildung dauert zwei Jahre, die zweite drei. Man kann aber auch zuerst Verkäufer lernen und dann noch ein Jahr dranhängen und dann ist man Einzelhandelskaufmann. Gut ist es, wenn man die Mittlere Reife hat, aber man kann sich auch mit dem Quali oder dem einfachen Hauptschulabschluss für eine Ausbildung bei Lidl bewerben.

Die Lidl-Azubis haben sich für uns vier lustige Spiele ausgedacht: Wir mussten Obst- und Gemüsesorten blind „erschmecken“ und Fragen zur Firma Lidl beantworten. Besonders aufregend war es, mit dem Hubwagen im Lager Slalom zu fahren.



Im Verkaufsraum bekamen wir einen Einkaufszettel.

Dann haben wir die Sachen im Laden zusammengesucht. Das war gar nicht so einfach. Anschließend hat einer von uns an der Kasse alles eingescannt und einen Kassenzettel ausgedruckt.


 

Am Schluss haben wir sogar noch Geschenke und ein Eis bekommen!

Bilder und Text: Feigl und Krötzsch

Zu den Berichten der Nürnberger Nachrichten und der Nürnberger Zeitung